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Am Dienstag teilten die japanischen Unternehmen Toshiba Corp. und Orix Corp. mit, dass sie die Pläne für den Neubau zweier 500-Megawatt-Kohlekraftwerke in der südjapanischen Präfektur Yamaguchi fallen lassen. Die Kraftwerke sollten ab 2012 Strom liefern und rund 725 Millionen Euro kosten. Als Grund für den Entschluss wurde die Sorge um den weltweiten Klimawandel angegeben.
Das ist das erste Mal, dass eine Firma aus Verantwortung für den Klimaschutz den Bau eines Kohlekraftwerkes unterlässt, sagt der Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Er verweist darauf, dass die Situation beispielsweise in Deutschland ganz anders aussieht. Hier baut gegenwärtig der Energieriese RWE in Neurath bei Köln ein neues Kohlekraftwerk.
Die zwei neuen Blöcke mit je rund 1.100 Megawatt werden mehr Strom liefern als die fünf bereits bestehenden Blöcke am Standort mit je rund 300 oder 600 Megawatt. Zu den bisher 16 Millionen Tonnen CO2 kommen dann noch einmal 14 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß hinzu. Das Kraftwerk Neurath wird dadurch zur größten CO2-Schleuder Deutschlands.RWE sollte sich die Entscheidung in Japan zum Vorbild nehmen, statt stur an den Planungen zum Bau der Kohlendioxidschleuder in Neurath festzuhalten, fordert Smid.
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