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Kraftwerkspark ist vorerst ein Traum - oder?

NRZ vom 23.7.2005 von Gerhard Klinkhardt

40 Hektar Zechengelände werden in absehbarer Zeit vom Kraftwerksbetreiber Steag übernommen. Dass hier freilich ein Kraftwerkspark entstehen soll wird heftig dementiert.

Grund für die Irritationen ist eine Pressekonferenz von Adolf Sauerland. Der Oberbürgermeister hatte durchblicken lassen, als Folge-Nutzung für das Bergwerk Walsum könnte er sich einen Kraftwerkspark auf dem Zechengelände vorstellen.

Geplant sei derlei aber nicht, beteurt Dr. Peter Rzeznitzeck, Leiter der Steag-Konzernkommunikation. Im übrigen gehöre der Steag das Gelände noch gar nicht. Allerdings sind die Übernahmeverhandlungen schon sehr weit gediehen. Dass der Vertrag scheitert, daran glaubt keiner, zumal DSK und Steag beide in der Ruhrkohle-Familie (RAG) verwurzelt sind.

Die Steag plant derzeit nichts anderes als den bekannten 750-Megawatt-Block in Walsum, sagt der Steag Sprecher. Das Kraftwerk soll rund 850 Millionen Euro kosten und mit einem Wirkungsgrad von 45 Grad die Energie besser ausnutzen als alle derzeit arbeitenden Steinkohlekraftwerke in Deutschland. Erreicht wird das durch eine verbesserte Kraftwerkstechnik und auch durch Energie-Sparmaßnahmen im Kraftwerk selbst. Die Anlagen in Walsum liefern derzeit 600 MW Strom. Die kleinste Anlage, Block 7, ist zuletzt 1988 erneuert worden.

Denkbar sei aber, dass man hier, so Rzeznitzeck, später auf dem Bergwerksgelände ein Ersatzkraftwerk für den Block sieben baue. Dieser alte Stromerzeuger aus dem Jahr 1958 ist technisch und mit seiner Leistung von 150 Megawatt nicht mehr zeitgemäß. Genauso denkbar sei aber auch, dass man den Block einfach abschalte und Ersatz an anderen Standorten, etwa in Herne, baue.

   

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