Pressemeldung
NRZ, 19.11.2005

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RWE setzt mit neuem Kraftwerk weiter auf NRW

In Hamm will der Essener Konzern 1,3 Milliarden Euro für einen Neubau ausgeben.

HAMM. Der RWE-Konzern treibt sein Programm zur Erneuerung und Modernisierung der Kraftwerke voran. Am Standort Hamm will Deutschlands größter Stromkonzern ein neues Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 1500 Megawatt errichten. Einem entsprechenden Beschluss des Vorstands der Kraftwerkstochter RWE Power müssen die Aufsichtsgremien noch zustimmen.

Nach heutigem Planungsstand kostet das Kraftwerk mit seinen beiden Blöcken insgesamt 1,3 Mrd E. In Betrieb gehen soll es im Zeitraum 2011/2012.

Viele Anlagen erreichen das Ende ihrer Laufzeit

Bei den deutschen Energiekonzernen besteht allgemein ein großer Bedarf zur Erneuerung und Modernisierung von Kraftwerken. Viele Anlagen erreichen das Ende ihrer Laufzeit und müssen ersetzt werden. Der Bedarf wird auf 20 neue Kraftwerksblöcke geschätzt. Allein in den nächsten 5 Jahren will die Branche 20 Mrd E in neue Anlagen oder die Aufrüstung bestehender Betriebe und die Modernisierung der Netze stecken. Der beschlossene Ausstieg aus der Kernkraft, an dem die kommende Bundesregierung nicht rütteln will, verstärkt nach 2010 den Bedarf an Ersatzkapazitäten noch.

Speziell der RWE-Konzern hat konkrete Investitionen angekündigt. Gefallen ist bereits die Grundsatzentscheidung für den Bau und Betrieb eines neuen Braunkohlenkraftwerks in Neurath im rheinischen Revier, das 2,2 Mrd E kosten wird. Weiterhin investiert der Konzern 150 Mio E in Gas-Vorschaltturbinen am Kraftwerksstandort Weisweiler. Damit soll der Wirkungsgrad der Braunkohleverstromung noch gesteigert und der eingesetzte Brennstoff besser ausgenutzt werden.

Auch der RWE-Konkurrent EON hat weit reichende Pläne zur Erneuerung seines Kraftwerkparks. Hierfür sollen in den nächsten 3 Jahren fast 6 Mrd E ausgegeben werden. Im Ruhrgebiet plant der Konzern ein 1000-Megawatt-Kraftwerk in Datteln. Die RAG-Tochter Steag hat zudem den Startschuss für eine 750 Megawatt-Anlage in Duisburg-Walsum gegeben.

Das neue RWE-Kraftwerk Hamm am Standort Westfalen wird dort schon seit mehr als 40 Jahre arbeitende Blöcke ersetzen. Durch moderne Technologien wird die Anlage einen Wirkungsgrad von bis zu 46% erreichen. Das ermöglicht nach RWE-Angaben eine optimale Nutzung der eingesetzten Steinkohle und vermindert den Ausstoß des Klimagases CO2 im Vergleich zu den Altanlagen. (hwb/NRZ)

   

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